Bitterpan Wilderness Camp Kgalagadi Transfrontier Park South Africa Südafrika


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    Kgalagadi Transfrontier Park - Bitterpan Wilderness Camp


    Website: Bitterpan Wilderness Camp

    Bewertung:

    Stand: Februar 2016


    Kommentar:

    Das Bitterpan Wilderness Camp im Kgalagadi Transfrontier Park, ca. 54 km von Nossob, ist ein 4x4 Camp, d.h. es ist nur mit einem Fahrzeug erreichbar, das Vierrad-Antrieb hat. Es geht über 54 km Einbahnstraße durch Sand und über Sanddünen, vom Camp zurück zur Hauptstraße Richtung Mata Mata sind es weitere 53 km Einbahnstraße durch Sand.

    Einchecken muss man in Nossob, dort wird geprüft, ob man wirklich ein 4x4 Fahrzeug hat, dann wird das Tor zur Road nach Bitterpan extra für einen aufgesperrt. Kinder unter 12 Jahren sind nicht erlaubt!

    Hier ein Video vom Rückweg zur Straße nach Nossob







    Das Camp besteht aus vier Schlafbereichen mit je zwei Betten. Die Schlafbereiche liegen nahe beieinander, das Bad ist gegenüber der Schlafbereiche, d.h. man muss über den öffentlichen Gang, um ins Bad zu kommen. Zum Glück hat jeder Schlafbereich sein eigenes zugewiesenes Bad.

    Es gibt keine individuellen Küchen, sondern nur eine Gemeinschaftsküche. Dort sind Herd und Kühl-Gefrier-Kombis, wiederum mit Gas betrieben und wieder nur mit schwacher Leistung, unbedingt Eis aus Nossob mitnehmen.

    In den Wohneinheiten gibt es keinerlei Tisch, weder draußen auf der Terrasse noch drinnen. Entweder man behilft sich selbst oder ist gezwungen sein Grillwürstl in die Gemeinschaftsküche zu tragen und dort zu essen.

    Wir hatten Unit 4, diese lag am rechten Ende der Wohneinheiten und gewährte eine gewisse Privatsphäre, da niemand daran vorbeilaufen musste, auf dem Weg zur Küche.

    Alle Bereiche haben solarbetriebene Beleuchtung, im Schlafzimmer gibt es hier keinen Decken-Ventilator. An der Eingangstür und neben der Tür zur Terrasse kann man die mit Moskitonetzen versehenen Fenster in den Zeltwänden aufrollen.

    Es gibt keine Steckdosen! Es wird empfohlen eigenes Trinkwasser mitzubringen.

    Die Terrassen liegen direkt nebeneinander und sind sehr schlecht angelegt, ab Mittag kommt die volle Sonne und man hat keinerlei Schatten. Bei 45°C Außentemperatur ist das denkbar blöd. Wir behalfen uns mit einem Leintuch, das wir aufspannten, viel brachte es allerdings nicht.

    Das Camp war frisch renoviert.

    Das Wasserloch ist sehr weit entfernt und schlecht einsehbar.

    Es gibt einen Campwart, der täglich die Betten macht, Handtücher wechselt etc. In unserem Fall war das ein finster blickender Typ, dessen Namen wir nicht verstanden haben. Er war zwar freundlich, aber äußerst zurückhaltend, auch machte er abends keinen Rundgang.

    Das Camp ist nicht eingezäunt.

    Restaurants oder Shops gibt es hier nicht, es ist ein reines Selbstverpflegercamp. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind in Nossob, bevor man nach Bitterpan fährt.

    Die Rate betrug 1290 Rand.

    Fazit: Der Weg zum und vom Camp ist ein echtes Abenteuer. Über 100 km durch Dünenlandschaft, rauf und runter, durch tiefen Sand, ein einmaliges Erlebnis. Das Camp selbst ist nicht das Gelbe vom Ei. Ich denke nicht, dass wir hierher nochmal kommen werden. Wir haben das Abenteuer des Tiefsand fahrens genossen, aber nochmal braucht man das nicht. Durch die permanente Hoppelei und die Konzentration auf die Strecke sieht man weder was links noch rechts ist. Man könnte an einem Löwenrudel vorbeifahren und würde es nicht wahrnehmen. Es war schön, aber einmal reicht!


    Bilder:

    Schlafbereich





    Notbehelfs-Tisch für das Abendessen



    Badbereich gegenüber des Schlafbereichs







    Terrasse und Grillbereich





    Leintuch als Sonnenschutz gespannt



    Blick zum Wasserloch