Heute war Entspannung angesagt, wir wollten den ganzen Tag auf unserer Terrasse verbringen und diesen gigantischen Ausblick genießen
Gegen 9.30 Uhr gingen wir ins Hauptgebäude zum Frühstück. Morgens gibt es keine reservierten Plätze und man kann selbst wählen.
Das Frühstück ließ im Gegensatz zum Abendessen keinerlei Wünsche offen. Man konnte aus einer Karte warme Speisen wählen und sich außerdem am reichhaltigen Buffet bedienen. Es gab alles, was man zum Frühstück vielleicht gerne hätte.
Gestärkt gingen wir zurück zu unserem Chalet, nicht ohne vorher an der Bar nochmal einen Sack Eis zu erbetteln. Schließlich soll unser Bier kalt bleiben.
Wir machten es uns auf der Terrasse gemütlich. Die Türen zum Zimmer konnte man gänzlich aufschieben, was wir auch machten.
Mittagessen fiel aus, Bier reicht ja schließlich
Wir konnten einen auf den ersten Blick ungleichen Kampf beobachten, eine große Spinne gegen eine viel kleinere Spider Wasp. Die Spinne hatte keine Chance.
Immer wieder staunten wir über den wunderschönen Ausblick, durch das wechselnde Licht, sah es immer wieder ein wenig anders aus.
Wir bekamen Besuch von einem Vogel, der sich unsere alten Kräcker schmecken ließ.
Ich ging rein, um nachzusehen, ob noch mehr Kräcker da sind, da sah ich eine riesige Spinne über den Boden huschen. Und mit riesig meine ich riesig Ich schätze das Viech war ca. 10 cm groß, schwarz und haarig. Und sauschnell. Ich nahm die Verfolgung auf, nicht ohne mich vorher zu bewaffnen. Der Holzstab mit dem Eisenhaken zum öffnen der oberen Klappen diente als Waffe. Das riesige Vieh war unterdessen im Vorhang verschwunden. Ich begann wie eine Irre mit dem Stock auf den Vorhang einzudreschen. Und tatsächlich, sie ließ sich fallen, kam unter den Vorhang rausgeschossen und rannte ins Bad, ich hinterher. Dort verschwand sie erstmal unter den Waschbecken, durch die offene Bauart konnte ich sie gut sehen. Ich nutzte die Zeit und öffnete die Tür zur Außendusche. Mit Hilfe meiner Waffe trieb ich sie in die Richtung und tatsächlich rannte sie nach draußen. Schnell die Tür ins Schloss geworfen und durchgeschnauft. Wow, also so eine riesige Spinne hatte ich in Afrika noch nie zu Gesicht bekommen
Ich hab mal gegoogelt, sehr schwierig, aber es handelt sich wohl um eine Trapdoor Spider. Dieses Foto kommt "unserer" Spinne sehr nahe KLICK
Wir verschlossen nun die Türen zu unserem Zimmer, kein Risiko eingehen, sowas brauchte ich nicht nochmal
Auf den Schreck gab es erstmal ein weiteres Bierchen. Mittlerweile hatte es 36°C
Um 17.30 Uhr gingen wir wieder zum Hauptgebäude. Wir wollten erneut einen Gin Tonic vor dem Dinner.
Heute hatte man uns für das Dinner gleich an die Tür gesetzt, sehr nett!
Es gab einen Gemüse Pie als Vorspeise, der war richtig lecker.
Als Hauptgang gab es geschmorten Halsgrat, etwas, was wir gar nicht mögen, mit Rosmarinsauce.
Den Nachtisch hab ich weder fotografiert, noch ist er mir in Erinnerung geblieben.
Zurück am Chalet entdeckten wir, dass wir einen Wächter hatten, sehr gut. Ich weiß ja nicht, ob der mit so einer riesigen Spinne fertig werden würde, aber kleineres Viehzeug hält er sicher von uns fern.
Es war mittlerweile dunkel und wir genossen die Ruhe. Wir hatten die beiden Tage wirklich Glück mit den Nachbarn, sehr ruhige Leute. Weiter vorn war das wohl anders.
Ich leuchtete mit der Taschenlampe umher und fand einen schwarzen Käfer, der auf dem Rücken lag. Ich wollte ihn mit Hilfe meines Flipflops umdrehen, aber immer wieder fiel er auf den Rücken. Ich bewegte mich dabei an der sogenannten Yoga-Plattform entlang. Plötzlich war der Boden weg und ich fiel rückwärts nach unten. Ich wusste gar nicht wie mir geschah
Ich landete mit dem Rücken auf den groben Felsbrocken und mit dem Kopf in einer dornigen Pflanze. Aber immerhin weich. Da lag ich nun und Klaus bekam einen riesigen Schreck. Erste Frage, hast Du Dir was gebrochen? Ich checkte kurz meine Knochen, nein, nichts gebrochen. Ich stand auf und Klaus zog mich nach oben.
Hier Fotos vom nächsten Tag.
Ich hatte im Dunklen nicht bemerkt, dass der Boden eher endet, als die Plattform. Hier bin ich rückwärts mit der Wirbelsäule voraus ca. 75 cm nach unten auf die Felsen gekracht, der Kopf landete zum Glück in den kleinen stacheligen Pflanzen. Ich hatte ein riesiges Glück, wie leicht hätte ich mir an den Felsen mein Rückgrat brechen können oder das Genick.
Da stand ich nun und sortierte mich. Erst jetzt merkte ich, dass mein Arm, meine Hand und meine Haare voller kleiner feiner Stacheln waren. Also nach drinnen, ausgezogen, geduscht und alle offenen Wunden mit Betaisodona behandelt.
Auf den Schreck brauchte ich noch ein Bier, bevor wir zu Bett gingen. Was für ein riesiges Glück ich heute hatte, unglaublich.