Wetter: Sonnig, später wolkig und tatsächlich ein paar Regentropfen, 34°C
Um 9.00 Uhr brachen wir auf. Noch schnell zu Anke, um zu bezahlen. Ich hab mit Kreditkarte gezahlt, angeblich meckert sie dann, aber sie hat die Karte ohne mit der Wimper zu zucken angenommen. Wir wurden noch nett verabschiedet und ein paar gefrorene Plastikflaschen für den Weg bekamen wir auch noch.
Fazit: Wäre das Problem mit dem Doppelbett nicht gewesen, wäre das ein rundrum gelungener Aufenthalt gewesen. Zum Glück konnte das Problem durch die Matratze gelöst werden. Aber bis heute steht auf der Website, dass dort zwei Einzelbetten sind, ich denke das muss nicht sein.
Nun aber los, zurück zur D 707. Vor uns raste ein Mercedes-SUV mit hoher Geschwindigkeit voraus. Immerhin haben sie uns anscheinend im Rückspiegel gesehen und ließen die Farmtore jeweils für uns offen
Wir ließen es wieder sehr gemütlich angehen. Die D 707 war in einem furchtbaren Zustand, Wellblech an Wellblech. Da wir uns keinen Platten einfangen wollten, fuhren wir ziemlich langsam.
Ein paar Eindrücke der Strecke
Oh Mann, noch immer 96 Kilometer, das zog sich heute wie ein alter Kaugummi. Uns nervte das permanente Gerüttel mittlerweile massiv
Irgendwann überholten wir den Mercedes-SUV, erwartungsgemäß hatte es ihm einen der Reifen zerlegt, das waren nur noch Fetzen. Da hat er noch Glück gehabt, dass er sich nicht überschlagen hat. Jedes Jahr sterben etliche Touristen in Namibia aufgrund der Raserei.
Giraffen haben wir weit und breit keine gesehen
Nur noch 16 km
Endlich kamen wir an. Als erstes fuhren wir zur einzigen Tankstelle, hier war auch der einzige Shop. Tja, das Angebot war mehr als dürftig. Nichts zum grillen, wie gut, dass wir noch ein paar Landjäger hatten. Immerhin gab es Toastbrot.
Unsere Getränkevorräte waren auch leer. Ein Blick in den Kühlschrank des Shops zeigte… so gut wie nichts. Ich kaufte alles an Bier und Wein zusammen, das noch da war. Meine Güte, in einem Touristenort würde man meinen, dass die besser ausgestattet wären. Bei dem Bier war auch Hunters dabei, das sich dann später als Cider entpuppte
Ich hatte im Vorfeld enorme Probleme, hier in Sesriem eine Unterkunft zu buchen. Am 1. November 2017, also über ein Jahr vorher, wollte ich das Desert Camp buchen. Aber es war ausgebucht. Ich konnte das gar nicht glauben und hab eine Mail geschrieben. Das war die Antwort:
Dear Sandra
Hope all is well.
We are fully booked for the requested dates at Desert Camp.
Please advise if you would like to be waitlisted.
Have a lovely day.
Kind Regards
Immer wieder kontrollierte ich, ob nicht doch was frei geworden war. Aber nichts tat sich. Ich buchte dann sicherheitshalber die einzige mögliche Unterkunft, 45 km weg von Sesriem, die Elegant Desert Lodge.
Am 29.07.2018, also ca. 3 Monate vor Abreise, prüfte ich mal wieder, ob sich was tat. Und siehe da, plötzlich konnte ich das Desert Camp bei allen möglichen Reiseanbietern buchen, die Kapazitäten waren also geblockt gewesen Ich entschied mich für die billigste Variante über weg.de. Schlussendlich war das Thomas Cook/Neckermann und ich zahlte pro Nacht 130 Euro für das Safari Tent.
Und da waren wir nun. Der Check Inn war äußerst freundlich. Wir bekamen Unit 218, ein Stück weit weg vom Pool und der Bar, beides neben der Rezeption.
Von einem Zelt konnte nach der Renovierung im Mai 2018 keine Rede mehr sein.
Die kleine Küchenzeile mit Kühlschrank neben der Terrasse, durch eine Plane gesichert.
Wir machten es uns auf der Terrasse mit einem kalten Bier gemütlich.
Die Vögel freuten sich über unser altes Brot.
Gegen 15 Uhr gingen wir vor zur Bar und tranken einen Gin Tonic. Das Wifi funktionierte leider kaum, aber mei, geht auch ohne.
Wieder zurück in der Unterkunft tröpfelte es tatsächlich 5 Minuten lang ganz leicht
10 Minuten später schien schon wieder die Sonne
Wir amüsierten uns weiter mit den Vögeln, wir lieben die kleinen Kerlchen
Am Grill haben wir die Platte mit Wasser gefüllt, das fand großen Anklang.
Die Sonne verschwand hinter einem Hügel auf der Rückseite unserer Unterkunft.
Zeit, unsere letzten Landjäger zu essen. Ein paar Schmelzkäseecken aus dem Frühstückskorb von Klein Aus Vista waren auch noch da. Zusammen mit den letzten Oliven gab das eine feine Brotzeit.
Für morgen konnten wir über das Desert Camp ein Braai bestellen. So sieht das Formular aus.